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Leserbrief von Lorenz Mayer mit Antwort von Herrn le Maire

Lorenz Mayer hat uns gebeten seinen Leserbrief an das Allgäuer Anzeigeblatt mit der Reaktion von Herrn le Maire hier zu veröffentlichen. Wir werden die Antwort von Herrn le Maire hier nicht kommentieren. Jeder Leser soll seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

Leserbrief zum Kommentar von Etienne le Maire „Zeigen, was das Städtle ausmacht“ am Donnerstag dem 11. 07. 2013

Beim Lesen dieses Kommentars fiel mir der lateinische Satz „Si tacuisses, …“ (Hättest du geschwiegen, …)
Ich frage mich, welche Motivation hat ein Journalist, der für das Lokale einer „unabhängigen !Tageszeitung“ verantwortlich ist, eine positive Sache „Immenstadt erleben“ durch den Kommentar so ins Negative zu ziehen. Als Gipfel schreibt er „“Mancher macht heute einen Bogen um Immenstadt“. Trägt vielleicht der Kommentator durch seine „Berichterstattung“ und seine Kommentare dazu bei, dass das Ansehen von Immenstadt beschädigt wird? Das ZDF und der MDR haben z.B. keinen Bogen um Immenstadt gemacht, als sie die Bewältigung der Hochwasser-situation in Immenstadt als positiv im Fernsehen darstellten. Im lokalen Teil der so „unabhängigen“ Tageszeitung war dagegen kein einziger Artikel darüber erschienen (oder habe ich ihn übersehen?). Ich empfinde, dass das Positive im letzten Abschnitt durch den mittleren Abschnitt ad absurdum geführt wird. Wahrscheinlich fällt es dem Kommentator schwer, Immenstadt einfach ein Lob auszusprechen, ohne es mit einem Tadel zu verbinden? Hier steckt möglicher- weise eine Animosität gegenüber Immenstadts Bürgermeister dahinter, was einer unabhängigen Zeitung nicht gut zu Gesicht steht.

Lorenz Mayer, Immenstadt

Die Antwort von Herrn le Maire per Mail:

Sehr geehrter Herr Mayer,

Si tacuissem, philosophus mansissem – sed scriba non fuissem. Es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, zu schweigen. Zur Frage nach meiner Motivation, die Sie ja einfach mir stellen könnten, wenn Sie an einer Antwort interessiert sind: Ich wollte ein aktuelles Ereignis bewertend in einen Gesamtzusammenhang stellen. Das ist eine der klassischen Spielarten des journalistischen. Die Aktion „Immenstadt erleben“ gewinnt durch die Einordnung an positiver Bedeutung. Dass Immenstadt ein Imageproblem hat, hat unsere Redaktion weder erfunden noch befördert. Dass man statt der Verantwortlichen den Überbringer schlechter Nachrichten vierteilt, mag im alten Rom so üblich gewesen sein. Aber seither haben sich doch die Sitten in unseren Breiten etwas verfeinert, hoffe ich- auch gegenüber Journalisten. Ich denke, wenn das in verschiedenen Gremien und Versammlungen (zuletzt bei der Nominierung von Herrn Schaupp durch die SPD von deren Funktionären) thematisiert wird, dann darf auch die Zeitung das beim Namen nennen.

Zur Berichterstattung über die Hochwasserschutzmaßnahmen: Wir haben aktuell über das Hochwasser in diesem Jahr berichtet, auch, soweit es das Oberallgäu betraf, und unter anderem am 3.6. sehr ausführlich über eine Informationsveranstaltung von Herrn Schaupp. Ihre – falsche – Behauptung, wir hätten über die Bewältigung der Hochwasserprobleme im Oberallgäu (im Gegensatz zu den beiden Fernsehsendern) hier nicht berichtet, kann ich allerdings nicht nachvollziehen: Über das Hochwasserschutzprojekt Obere Iller, an dem Herr Schaupp als Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts maßgeblich beteiligt war, haben wir mit sehr vielen Artikeln berichtet, als das Thema aktuell war – in den Jahren 2000 bis 2007ff. Das können Sie unmöglich übersehen haben. Wenn andere Medien jetzt Jahre danach das Thema aufgreifen, weil es andernorts ähnliche Probleme zu lösen gilt, ist das ja kein Grund, hier unsere umfangreiche Berichterstattung von damals zu wiederholen. Es ist im Übrigen auch nicht üblich, über Darstellungen anderer Medien zu berichten. ZDF und MDR berichten ja auch nicht darüber, was wir tun.

Eine Veröffentlich Ihres Leserbriefs muss ich leider ablehnen, da er falsche Tatsachenbehauptungen enthält – siehe oben – selbst wenn es sich nur um einen lapsus memoriae handeln sollte. Für Rückfragen stehe Ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Etienne le Maire
Leiter der Lokalredaktion
Allgäuer Anzeigeblatt Immenstadt

2 comments to Leserbrief von Lorenz Mayer mit Antwort von Herrn le Maire

  • Manfred Miller

    Es sind immer die gleichen miesen Strukturen der Berichterstattung. In der jüngsten Produktion des Herrn Le Maire über den Hochwasserschutz an der Ach werden Äußerungen von Stadträten, die vor Belanglosigkeit nur so sprühen, besonders erwähnt, sachliche Diskussionsbeiträge der “Aktiven”-Stadträte werden unter den Journalistentisch gekehrt. Es fällt auf, dass die genannten Stadträte alle einer politischen Richtung angehören.
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt, Herr Le Maire!

  • Peter Elgaß

    Wieder einmal! Etienne le Maire manipuliert die Leser. Unterschwellig und hinterkünftig. Auch in seiner Antwort an Lorenz Mayer ist wieder so eine Manipulation versteckt. Er schreibt: “Ich denke, wenn das in verschiedenen Gremien und Versammlungen (zuletzt bei der Nominierung von Herrn Schaupp durch die SPD von deren Funktionären) thematisiert wird, dann darf auch die Zeitung das beim Namen nennen.”

    Herr le Maire saß in der Nominierungsveranstaltung. Er schrieb fleißig mit. Es kann ihm also nicht entgangen sein, dass es eine Mitgliederversammlung und kein Funktionärstreffen war. Es ist eine unterschwellige und absichtliche Verdrehung der Tatsachen, Schaupp sei von SPD-Funktionären nominiert worden. Diese versteckten Tatsachen-Verdrehungen eines angeblich so objektiven Journalisten kann man in der Chefredaktion in Kempten leider nur erkennen, wenn man sich vor Ort auskennt.
    Um den Verantwortlichen in Kempten Sand in die Augen zu streuen kommt dann mal wieder ein Kommentar “Zeigen, was das Städtle ausmacht” – mit dem der Redakteur nichts anderes macht, als seine Position abzusichern: “Seht her, wenn es was zu loben gibt, mach ich das doch auch – ich bin ja sooo objektiv!”
    Es ist nichts anderes, als ein Pseudo-Freibrief für die nächsten Schläge unter die Gürtellinie. Man darf gespannt sein, wie das der neue Chefredakteur in Kempten sieht.

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