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Die wichtigste Entscheidung dieser Wahlperiode steht beim Masterplan Bildung an!

Professor Aldinger stellte in der Stadtratssitzung vom 29.10.2009 seine Studie eines zeitgemäßen Schulbaustandards in
Passivhausbauweise (< 18KWh/m2a) vor:

Verglichen wurde ein Neubaukonzept mit der Sanierung der vorhandenen Schulen.

Mit der Regierung von Schwaben wurde das erarbeitete Raumprogramm mit über 25.000m2 Bruttogeschoßfläche abgestimmt. Der vorgestellte Flächenbedarf wurde voll bestätigt, es gab nur Abweichungen im Bereich von wenigen Quadratmetern (Volltreffer). Diese präzise und schnelle Vorgehensweise wurde von der Regierung als mustergültig bewertet.

Folgende Kriterien waren bei der Planung zu berücksichtigen:

Erschließung Sicherheit Schulweg

Sicherheit Brandschutz

Orientierbarkeit

Baustruktur  Grundriss                    Raumproportionen für moderne Unterrichtsformen

Flexibilität für moderne Unterrichtsformen

Energieeffizienz         Technische Anlagen

Wärmedämmung        EnEV 2009

Luftdichtheit              EnEV 2009

Bauphysik                  Schall

Akustik

Feuchtigkeit

Gesundheit                 Luftqualität    CO2-Gehalt (nach Pettenkofer)

Schadstoffe

Temperatur                 > 26 º C

Schall                         DIN Normen

Beim abschließenden Vergleich der beiden Möglichkeiten zeigte sich, dass für die beiden originären Aufgaben der Stadt ( Haupt – und Grundschule) die Kosten für die Sanierung um 37-38% über den Neubaukosten liegen. Damit würden wir auch keine staatliche Förderung erhalten (bei einem Neubau beträgt die Förderung 30-40%).

Der größte Handlungsbedarf besteht bei der Königseggschule (GS). Deshalb betreffen die nachfolgenden Hinweise als erstes diese Schule.

Der Mindestlüftungsquerschnitt wird unterschritten, die Schwenkflügel behindern den Sonneschutz. Man kann somit nur lüften oder beschatten.

Die hohen Sanierungskosten ergäben sich dadurch, dass es nicht einmal ausreichen würde die Gebäude auf das Rohbaustadium zu entkernen, sondern dass auch der Rohbau geändert werden müsste (z.B. für erheblich größere Fenster). Zudem ist diese Schule durch überdimensionale Gänge und ungünstige Raum-Anordnung erheblich größer als der angedachte Neubau.

Mit einer Sanierung würde man bezüglich der Sicherheit, der Raumaufteilung, vom Lichteinfall (dunkle Aula) und der Energieeffizienz (> 18KWh/m2a) den Neubaustandard nicht erreichen.

Bei der Berechnung der laufenden Unterhaltskosten (Lebenszykluskosten) ergäbe sich bei einer Sanierung ein jährlicher Mehrbetrag von ca. 250.000,- € pro Jahr. Dabei wurden für den Energiebedarf die heutigen Kosten angesetzt. Für die Energiepreise müssten wir auf jeden Fall mit der gleichen Steigerung rechnen, wie in den letzten 10 Jahren. Damit werden sich die die Energiepreise bis 2019 wieder verdoppelt haben, und die Unterhaltskosten im Falle einer Sanierung wären noch um einiges höher.

Eine Generalsanierung würde bei laufendem Schulbetrieb 3-4 Jahre benötigen, oder eine Containerlösung über 1 ½ Jahr erforderlich machen.

Bei einer Sanierung wäre es auch sehr wahrscheinlich, dass die berechneten Kosten nicht eingehalten würden. Jeder der ein altes Haus saniert hat, weiß wovor wir warnen. Nachdem unsere Schulgebäude nicht unter Denkmalschutz stehen, sollten wir uns diesem Risiko nicht leichtfertig aussetzen.

Nach dieser Vorstellung von Professor Aldinger wurde von einem Neubau ausgegangen und im Wesentlichen über den neuen Standort für die Grundschule diskutiert.

Der Schulreferent Hoffmann zeigte eine Skizze mit einem Standortvorschlag zwischen heutiger Grundschule und Bahnlinie. Nach seiner Aussage benötigen die Grundschüler Geborgenheit in einem eigenen Gelände. Bevor der Neubau auf dem Campusgelände untergebracht werde, ist er eher für eine Sanierung.

Auf den Einwand, bei der heutigen GS und HS seien die Schüler auch nebeneinander, kam von Herrn Arndt Botzenhard der Hinweis, dort seien sie jedoch räumlich abgetrennt.

Meinhard Ditterich führte aus, dass Grundschüler eine andere physiologische Entwicklung haben und schlug vor, Schulpsychologen hinzu zuziehen.

Florian Hierl gab zu bedenken, dass sich die Schüler irgendwann immer treffen, da wir uns nur eine Mensa leisten können.

Herbert Waibel führte aus, dass nach der Faktenlage für Grund- und Hauptschule nur ein Neubau sinnvoll sei. Eine Situierung neben dem Gymnasium sei möglich. In eine Diskussion über die befürchteten Probleme sollten die Eltern und Grundschullehrer einbezogen werden. Durch eine geschickte räumliche Anordnung sei die Problematik lösbar. Eine Sanierung während des laufenden Schulbetriebes stelle eine eine erhebliche Belastung für Schüler als auch Lehrer dar. Dies habe ihm im Gespäch der Direktor des Allgäu-Gymnasium Kempten, dessen Schule im Bestand saniert worden sei, bestätigt.

Thomas Wurmbäck fragte nach, ob der GS-Modul auch autark aufs freie Gelände gebaut werden kann und brachte den Vorschlag, die GS südlich des Hackschnitzelheizwerkes zu positionieren.

Von verschiedenen Stadträten kam der Hinweis die beiden Schul-Turnhallen an GS und HS mit in die Planung einzubeziehen.

Aus Sicht von Markus Kössel sollte zu den Ausführungen von Prof. Aldinger eine zweite Meinung eingeholt werden.

Es wurde auch gefragt, warum der Sachbearbeiter der Regierung nicht eingeladen worden sei. Bürgermeister Armin Schaupp antwortete, dies sei geschehen, er hätte jedoch keine Dienstreisegenehmigung bekommen.

Meine Hinweise als Energie- und Umweltreferent habe ich in den Erläuterungen zum Vortrag von Professor Aldinger mit untergebracht.

Peter Schmid

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