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Armin Schaupp wehrt sich in Rauhenzell gegen Unterstellungen

Unabhängigkeit und Teamarbeit liegen ihm am Herzen

Auch der letzte der 100 Stühle im Rauhenzeller Vereinsheim war belegt, als Stadtrat Rudi Seber in seinem Ortsteil die Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Armin Schaupp moderierte. Der stellte schon zu Beginn seiner Ausführungen klar: „Ich bin in keiner Partei, werde unabhängig bleiben und nie in eine Partei eintreten.“

In den Schwerpunkten seines Leitbildes schob Schaupp die Bildungspolitik auf kommunaler Ebene in den Vordergrund. Gleiche Bildungschancen für alle Kinder,  egal welcher Herkunft und welchen sozialen Standes, müsse das Ziel sein. Die Vorsorge beginne bereits im Kindergarten und Schaupp unterstrich, dass Gebührenfreiheit für alle Kindergartenjahre langfristig ein anstrebenswertes Ziel sei. Zur Gestaltung einer modernen und intakten Schullandschaft in Immenstadt würde der Bürgermeisterkandidat im Falle seiner Wahl eine integrale Arbeitsgruppe Schule ins Leben rufen.

Als weiteren Schwerpunkt seines Programms offerierte Schaupp den aufmerksamen Zuhörern die Bemühungen, die Innenstadt wieder attraktiv zu machen. Keine zweifelhaften kosmetischen Veränderungen im Stadtbild gelte es zu versuchen, sondern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Kaufkraft. Um anziehende Projekte müsse man werben, um Käufer in die Innenstadt zu holen. Die  Stadt sei verpflichtet, hier aktiv zu werden, eine Beratungsstelle für Interessenten einzurichten und zwischen Besitzern und Mietern zu vermitteln. Auch die Nutzung des Schlosses gehöre in dieses Konzept. Hier werde man um die Bildung von Rücklagen nicht herumkommen oder versuchen, private Investoren zu gewinnen.

Zu den Verkehrsproblemen stellte Schaupp klar, dass er die derzeitige Planung der B 308 für rechtlich angreifbar halte. Die Stadt müsse alle Trassen noch einmal überprüfen und vergleichen. Danach habe ein Bürgerentscheid über die endgültige Realisierung zu befinden. Auch die Rauhenzeller Verkehrsprobleme kamen nicht zu kurz. Eine klare Absage erteilte Schaupp der Brutscherstraße und befürwortete als Lösung den Lückenschluss einer Parallelstraße zur B 19. In diesem Punkt erfuhr Armin Schaupp in der späteren Diskussion auch die Zustimmung eines CSU -_Stadtratskandidaten.

Im letzten Schwerpunkt, den Finanzen, wehrte sich Schaupp energisch gegen die Unterstellung, er habe versprochen, die Stadt bis   2020 schuldenfrei  zu machen. „Das  habe ich nie gesagt. Richtig ist, dass sich angesichts der drängenden Aufgaben des nächsten Jahrzehnts weitere Schulden verbieten.“ Schaupp erläuterte dann seine Vorstellungen, wie man die finanzielle Situation der Stadt verbessern könne. Dazu gehöre eine Einnahmenverstärkung durch die Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben, vorwiegend im Seifener Becken, eine Reduzierung der Betriebskosten bei städtischen Institutionen, die Verstärkung der Wertschöpfung kultureller Einrichtungen durch professionelles Marketing und die Privatisierung nicht mehr gebrauchter städtischer Immobilien.

Neben der schon erwähnten Brutscherstraße kamen in der Diskussion weitere  Themen zur Sprache: Schaupps Strategie bei der Gewinnung staatlicher Fördermittel, die Tourismusvorhaben in Bühl, Schaupps zukünftige Wohnung in Immenstadt und seine Feststellung, dass er zwar kein Immenstädter, aber damit frei von allen Verflechtungen sei und sich als Allgäuer in Immenstadt sehr wohl fühle.

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