Unsere Stadträte können Sie wie folgt erreichen:
| Telefon | ||||
| Waibel Herbert, Stadtrat Seniorenreferent Fraktionsvorsitzender |
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08323-1511 | Herbert@waibelnet.de | |
| Florian Hierl, Stadtrat Tourismusreferent |
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08323-987189 | info@hierlhof.de | |
| Karin Hagenauer, Stadträtin | ![]() |
08323-98279 | karin.hagenauer@gmx.de |




Sehr geehrte Damen und Herren,
Meine Frau und ich waren eben auf der Veranstaltung des Bund Naturschutz bezüglich der Deponie am Weiherhof.
Von den „Aktiven“ hätten wir erwarten, dass auch ein Mitglied des Stadtrates vor Ort gewesen wäre. Zumal niemand wusste, was denn eigentlich die Beweggründe der Stadt waren, hier so klar zu entscheiden, ohne dass entsprechende Fragen geklärt wurden. Allein das zusätzlich zu erwartende Verkehrsaufkommen wird sicherlich von der Bevölkerung nicht einfach so hingenommen werden. Die Auswirkung auf Naherholung, Tourismus und Natur sind fatal. In diesem Gebiet eine Deponie zu genehmigen widerspricht jeglichem gesunden Menschenverstand und ist für eine kleine Organisation wie die „Aktiven“ politisch sicherlich nicht sehr förderlich diese Entscheidung mitzutragen . Als Vorteil für die Stadt sehe ich nur ein noch zu verhandelndes Freikontingent von vielleicht 5000 m3 und anfallende Gewerbesteuer. Die Belastung durch Verkehrsaufkommen und sonstig Folgekostenvertrag tragen die Bürger – klingt wie eine klassische Milchmädchenrechnung. Und die Argumentation gegen das Floriansprinzip kann ich hier auch nicht gelten lassen, ich denke die Bürger Immenstadts tragen durchaus genügend Lasten.
Falls ich da grundsätzlich was nicht verstanden habe oder falsch informiert bin, bitte ich sie mich aufzuklären.
Ich möchte Sie bitten, die Forderung des BUND auf Prüfung eines alternativen Standortes in Erwägung zu ziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Gebele
Sehr geehrter Herr Gebele,
besten Dank für Ihren Kommentar.
An dem von Ihnen angesprochenen Abend hatte unsere Wählergemeinschaft Kandidatenvorstellung – ich denke, dies ist ein nachvollziehbarer Grund, warum niemand aus unserer Wählergemeinschaft teilgenommen hat.
Persönlich war ich auf einem Ortstermin mit den handelnden Akteuren und wir haben ausführlich über die Faktenlage und das Ergebnis der Stadtratssitzung mit dem 16 : 6 Beschluss berichtet ( https://www.dieaktiven.de/blog/2025/11/27/erddeponie-weihergut-ausbau-der-sonthofener-strasse-mobilpass-allgaeu/ )
Die von Ihnen angesprochenen Fragen habe ich dort schon beantwortet:
Regionale Bauprojekte erzeugen regelmäßig erhebliche Mengen an Bodenaushub. Die vorhandenen regionalen Entsorgungsstellen sind häufig ausgelastet oder weit entfernt. Eine lokale Erddeponie gewährleistet eine rechtskonforme, jederzeit verfügbare und kostensichere Entsorgungsmöglichkeit.
Fehlende oder überlastete Ablagestellen für Aushubmaterial führen zu Verzögerungen bei öffentlichen und privaten Bauprojekten.
Bei einem Einfamilienhaus mit Keller (ebenes Gelände) fallen im Schnitt ca. 250–400 m³, in Hanglage 300–600 m³, in starkter Hanglage bis 800 m³ an.
Durch eine regionale Erddeponie können Bauabläufe besser geplant und Baukosten stabil gehalten werden. Dies betrifft private, aber auch kommunale Projekte.
Lange Anfahrten zu entfernten Deponien verursachen unnötigen Verkehr, höhere CO₂-Emissionen und stärkere Verkehrsbelastungen für die Allgemeinheit. Eine regionale Deponie reduziert Transportdistanzen erheblich und trägt damit zu einer nachhaltigen, klimafreundlicheren Bauwirtschaft bei.
Durch eine – wie am Weihergut geplante – fachgerecht betriebene Erddeponie werden Boden, Grundwasser und Ökosysteme geschützt.
Die örtlichen Bauunternehmen – insbesondere kleine und mittelständische Betriebe – sind auf nahegelegene Entsorgungsmöglichkeiten angewiesen. Die Verfügbarkeit einer Erddeponie stärkt unseren Wirtschaftsstandort (Nebeneffekt – Gewerbesteuer fällt in Immenstadt an), schafft Planungssicherheit und ermöglicht die Durchführung regionaler Projekte ohne zusätzliche logistische Hürden.
Ökologische und landschaftliche Ausgleichsmaßnahmen
Die geplante Erddeponie wird mit umfassenden ökologischen Maßnahmen begleitet, um Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu minimieren und zusätzliche ökologische Werte zu schaffen, u.a. durch:
Begrünung und Renaturierung von Böschungen und Randflächen mit heimischen Pflanzen.
Regenwassermanagement zur weiterhin natürlichen Versickerung und Grundwasserneubildung.
Lebensraumförderung, z. B. Blühflächen, Kleingewässer, Heckenstrukturen.
Wiederaufforstung als extensiv genutzter Laubmischwald.
Schrittweise Verfüllung und Rekultivierung der Deponieflächen zur späteren Entwicklung von artenreichen Extensivgrünland (bisher z. T. intensiv genutztes Grünland) und naturnahen Landschaftsgestaltung.
Eine Erddeponie für eine funktionierende lokale Bauwirtschaft und ökologische Maßnahmen zum Umwelt- und Ressourcenschutz schließen sich nicht aus
Die Errichtung einer Erddeponie ist eine infrastrukturelle Grundlage für eine funktionierende lokale Bauwirtschaft und trägt gleichzeitig durch gezielte ökologische Maßnahmen zum Umwelt- und Ressourcenschutz bei. Sie schafft Rechtssicherheit, Planbarkeit und – nach Abschluss der Maßnahme – ökologische Mehrwerte für unsere Stadt und Region.
Nach nüchterner Betrachtung überwiegen für unsere Fraktion die Vorteile dieser geplanten Erddeponie – anstatt sie “irgendwohin” zu transportieren.
Mit freundlichem Gruß
Herbert Waibel, Fraktionsvorsitzender